Frühaufsteher  ("Besinnliches, absolut sinnfrei)

Ich war dereinst ein Frühaufsteher,
Im-Dunklen-In-die-Zeitung-Seher,
ein Schon-zeitig-Kaffee-Schlürfer,
und Zuerst-ins-Bad-rein-Dürfer.

Ein Sehr-früh-ins-Brötchen-Beißer,
Den-Hund-schon-durch-die Felder-Schleifer,
Die-Spülmaschine-früh-Entsorger,
und dies an jedem neuen Morgen.

Ein Vor-Acht-schon-Worte-Schinder,
ein Früh-zu-Reimen-Silben-Binder,
ein Verfrüht-mit-Mails-Euch-Nerver,
ein Mit-Unsinn-um-sich-Werfer.

Doch seit ich Mitte 50 bin,
ist alles, was ich wusste hin,
plötzlich lieg ich in der Falle,
bis gegen 8 – so wie fast alle.

Und höre jetzt im Tiefschlaf nicht,
wie der Haushund zu mir spricht,
weil sie schon die Blase kneift,
bin ich etwa mehr als reif?

Hat das Alter mich erwischt,
ich hoffe zwar im Grunde nicht,
doch wär´s nicht von der Hand zu weisen,
die Jahre schreiten still und leise.

Ein Nicht-mehr-das-Handy-Hörer,
ein Nicht-mehr--mein-Umfeld-Störer,
Die-Nase-unters-Plumeau-Stecker,
und Den-Reiz-des-Schlafes-Schmecker.

Ein Später-mit-der-Bestie-Geher,
und Nicht-den-Sonnenaufgang-Seher,
Einer-der-sich-Sorgen-macht,
welch neues Dasein ihm da lacht.

Ein Den-Platz-im-Heim-schon-Bucher,
Den-neuen-Mittelpunkt-sich-Sucher,
Nicht-allein-am-Tisch-mehr-Sitzer,
oder Überm-Sportteil-Schwitzer.

Man sagt ja, alle sieben Lenze,
zieht das Leben neue Grenzen,
und krempelt alles einmal um,
hm, das wäre wirklich dumm.

Stell ich mir ab jetzt den Wecker?
Verzweifelt wartet grad der Bäcker,
weil ich – so kommt´s mir in den Sinn,
nicht mehr früh der Erste bin.

Bin Ein-Spät-am-Sonntag-Grübler,
ein Besser-noch-im-Bett-Getrieber,
dann wär der Mist, den ich geschrieben,
Euch komplett erspart geblieben.    08.01.2012
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Guten Rutsch

Per Facebook, Mail und SMS,
stellt man unumwunden fest,
dass, egal wie man´s auch dreht,
erneut ein Jahr zu Ende geht.

Auch die Liebste wird pathetisch,
da gibt’s kein Nein – und auch kein Geht nicht,
sie hängt mir gar für alle Fälle,
ein paar Girlanden – in den Keller.

Dazu ein Gläschen Gänsewein,
an diesem Tag soll´s für mich sein,
als sei mein Leben ein Genuss,
und dann gibt’s auch noch einen Kuss.

Sie wünscht Gesundheit mir und Glück,
meint, morgen früh sei sie zurück,
vielleicht – klingt das auch sonderbar,
erst irgendwann – im nächsten Jahr.

Bei Freunden ist sie eingeladen,
ob sie ein Herz für mich auch haben?
Vom Raclette ein bisschen was?
Mein Gott, wie wäre das ein Spaß.

In der Nacht Raketen sehn,
vielleicht auch mit nach draußen gehn,
um das neue Jahr zu grüßen,
das würd mein Dasein sehr versüßen.

Ich schau sie an – ein tiefer Blick,
sie seufzt entnervt: „So komm halt mit!
Sonst jammerst Du – ich ahn es schon,
die halbe Nacht am Telefon.“

Nach diesen Worten strahle ich,
das Glück, es spiegelt mein Gesicht,
die Liebste nimmt mich heute mit,
für mich ein erster großer Schritt.

Wer weiß, was alles sonst gelingt,
und was das neue Jahr mir bringt,
vielleicht – oh Gott, wer weiß das schon,
vielleicht die Eman-zi-pation.

Und jetzt – in diesem Überschwang,
fang ich vor Lust zu Reimen an,
wünsch Euch einen guten Rutsch,
das alte Jahr ist ausgelutscht.

Das neue Jahr soll Schönes bringen,
was Ihr anfasst, soll gelingen,
Gesund und glücklich noch dabei,
das wünsche ich – ich bin so frei.

Wir lesen uns ja bald schon wieder,
oder – wäre es Euch lieber:
Besser erst im nächsten Jahr?
Nun gut – dann ist ja alles klar.   31.12.2011
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Jahreswechsel 2011_2012

Jedes Jahr das gleiche Spiel:
Platz im Kalender – und ein Ziel:
Dass das Jahr – der Wunsch, er gilt,
sich nur mit schönen Dingen füllt.

Ist manch Wunsch auch überheblich,
ist manch Wunsch vielleicht vergeblich:
Wünschen darf ich – ganz genau,
das akzeptiert selbst meine Frau.

Ich muss nicht lange überlegen,
den Wunsch zu kennen – ist ein Segen,
ich weiß zwar nicht, wie Ihr das seht,
wenn ganz vorn – Gesundheit steht.

Spaß an Familie – meinen Lieben,
Spaß am „Stetig-vorwärts-schieben“,
Spaß am Spaß, verdrehten Wort,
ich bin dabei – und zwar sofort.

Zufriedenheit, ein wenig Glück,
vom leckeren Kuchen auch ein Stück,
Freunde, die auch Freunde bleiben,
Muße – ein Gedicht zu schreiben.

Zeit zum Lesen – nicht beschweren:
Zeit – um viel Musik zu hören,
auf CD und auf der Bühne,
mit viel Spaß – und ohne Sühne.

Zeit für Urlaub, Zeit zum Reisen,
in Gesellschaft lecker speisen,
und Zeit – ist´s oftmals auch ne Plage:
Zeit – für Blicke auf die Waage.

Muße für die Zweisamkeit,
wenig Ärger, keinen Streit,
und selbst dann ein treuer Blick,
wenn SIE mich in den Keller schickt.

Spaß an Arbeit, meiner Stelle,
mal in Ruhe, mal sehr schnelle,
vielleicht dabei den Überblick?
Wenn das klappt – dann ist das Glück.

Punkte für die Geißbock-Skala,
und wird die Börse auch stets schmaler,
vielleicht ja mal ein neuer Held,
für das kölsche Mittelfeld.

Einfach Spaß am Leben, Dasein,
am End des Jahres soll es wahr sein:
dass sich das Wichtigste erfüllt,
erst dann – ist´s ein perfektes Bild.

Der Wunsch, die Menschen nicht zu nerven,
beim „Wort-mit-vollen-Händen-werfen“,
ich wünsche uns ein tolles Jahr,
wenn alles klappt – na wunderbar.   28.12.2011
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Wunschzettel 2011

Wie in jedem Jahr – erneut,
fragt man mich, was mich erfreut,
ein kleiner Wunsch – der mich beglückt,
und den ich dann zum Nordpol schick.

Natürlich hab ich Wünsche – klar,
viele kleine – große gar,
zum Beispiel: Eine Nacht im Bett,
und nicht im Keller – das wär nett.

Oder Punkte für den Bock.
Weihnachtsmann – schau nicht geschockt,
ich weiß, dass das recht schwierig ist,
doch bin ich Deiner Macht gewiss.

Ein Buch, um tief drin zu versinken,
Musik, um mich dran zu betrinken,
Schokolade, Mandeln auch,
gut für Nerven, schlecht für´n Bauch.

Leckeres Essen, feinste Speisen,
schnelle Autos, ferne Reisen,
…schreibe ich nicht aufs Papier,
das wär kein Wunsch, das wäre Gier.

Ein Konzert, mich dran zu freuen,
das wünsche ich mir stets aufs Neue,
doch leider – bin ich selbst zu fix,
bestelle stets – so wird das nix.

Stets um mich die liebsten Menschen,
Freunde, heißer Tee im Kännchen,
diesen Wunsch – den schreib ich nicht,
denn – hört mir zu – die habe ich.

Vielleicht ein Hund, der zu mir hält?
Auch dieser Wunsch – wird abbestellt,
denn dieses Fellbund gibt´s bereits,
ich dachte nur – na ja, ich schreib´s.

Ein bisschen Ernst, Normalität?
Für diesen Wunsch – ist´s längst zu spät,
die Erkenntnis – macht mich bange,
aber kurz – und nicht sehr lange.

Geld? Das wünsch ich mir mitnichten.
Denn – es ständig umzuschichten,
damit es keinen Schimmel setzt,
das wünsch ich wirklich ganz zuletzt.

Ein Flug zu Chris de Burgh am Strand,
dieser Wunsch, der ist vakant,
doch wär er letztlich reichlich dumm,
das ist halt so – Ihr wisst, warum.

Dass alles bleibt, so wie es ist?
Dieser Wunsch – der ist gewiss.
Liegt das Versprechen unter Baum,
hab ich keinen anderen Traum.     26.11.2011
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Dankbarkeit

Von Dankbarkeit – bis hin zum Glück,
ist´s oftmals nur ein kleines Stück,
denn genießt man, was erreicht,
fällt´s Glücklich sein im Grunde leicht.

Freude an den kleinen Dingen,
auch an großen, die gelingen,
Spaß an einem Dankeschön,
hilft froh in jeden Tag zu sehn,

Zufriedenheit mit seinem Leben,
kann es etwas Besseres geben?
Zufriedenheit – und das Gefühl:
Es zu bemerken – das bringt viel.

Spaß an Menschen, netten Worten,
Spaß am Reisen, Spaß an Orten,
an die dich dieses Leben treibt,
an dem was geht – so nutz die Zeit.

Spaß an Musik, an lauten Tönen,
auch an leisen, die verwöhnen,
die in dich dringen, weit und tief,
wenn uns die Sucht nach Live-Kicks rief.

Spaß an einem guten Buch,
mit dem man liebt, mit dem man flucht,
das dich zieht - in seinen Bann,
von der ersten Seite an.

Spaß an Freundschaft, Spaß an Liebe,
Spaß zusammen fortzuschieben,
was dir vielleicht den Weg verstellt,
das ist das Leben, das gefällt.

Gesundheit, die kaum planbar ist,
auch das ist Glück – ja, ganz gewiss,
und manchmal auch, sich auszuruhn,
und zwei Stündchen gar nichts tun.

Glück – die Familie und die Kinder,
Frühling, Sommer, Herbst und Winter,
das Sitzen an der Tastatur,
so wie jetzt – um 19 Uhr.

Spaß an Arbeit, den Kollegen,
an Dingen, die wir dort bewegen,
Spaß an jedem, der bemüht,
zusammen in die Richtung zieht.

Nicht zuletzt – der Spaß an Siegen,
Dinge, die am Herzen liegen,
für mich ist Glück auch der FC,
bei Sonne, Regen, Eis und Schnee.

Dankbarkeit – nicht selbstverständlich,
ich hoff es bleibt so – bis unendlich,
ich habe Spaß an meiner Zeit,
freu mich an jeder Kleinigkeit.    27.08.2011
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Gefühle

Jüngst hat mich manches Lob erreicht,
wegzuschauen – ist nicht leicht,
denn wenn man(n) sich der Worte freut,
entflieht man der Bescheidenheit.

Und trotzdem – man(n) ist nicht aus Stein,
was kann denn bitte schöner sein,
als liebe Worte – ernst gemeint,
dass man mit mir lacht, und weint.

Es macht mir Spaß, mit Wörtern spielen,
den Klang und ihren Rhythmus fühlen,
ich lass mich treiben – jedes Wort,
macht mich leicht und trägt mich fort.

Das ganze mit Gefühlen würzen,
wo´s nicht passt, kurz feilen, kürzen,
und in jeden kurzen Reim,
bring ich mich auch selber ein.

Ich weiß die Richtung vorher nicht,
und was in mir die Worte mischt,
das ist mir völlig unbewusst,
vielleicht der Sprache pure Lust.

Ich schreib von dem, was mich erfreut,
und bin auch manchmal gar bereit,
auszudrücken, was mich quält,
fühle ich mich angezählt.

Das sind Momente – nicht für jeden,
die helfen manchmal mehr als reden,
und bringen mich ein gutes Stück,
dann wieder zu mir selbst zurück.

Ich will damit kein Geld verdienen,
meinen Leben läuft auf graden Schienen,
ich bin zufrieden, glücklich auch,
und habe alles, was ich brauch.

Es jetzt zu sagen - nicht mehr schwer,
ich habe gar ein bisschen mehr:
Man lobte mich, das ist perfekt,
wie gut ein liebes Wort doch schmeckt.

Denkt von mir gern was Ihr wollt,
ob ich davon jetzt reimen sollt,
ich weiß es nicht – ist auch egal,
es macht mir Spaß – das allemal.

Damit zu brüsten ist mir fremd,
no fishing for the compliment,
ich lauf nur einfach wieder über,
bevor ich platze – schreib ich´s nieder.

Lasst mir meine Freude bitte,
ich fand perfekt jetzt meine Mitte,
bin ausgeglichen, glücklich, froh,
manchmal ist das einfach so.            06.04.2011
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Schmerz  (Auftragsreim)


Manchmal kommt er, der Moment,
da Schmerz dir bis zur Seele brennt,
wo dir nicht Flucht, noch Ausweg bleibt,
wenn nichts mehr dein Gespenst vertreibt.

Bewegung wird zur öden Qual,
was man auch sagt – du bleibst im Tal,
verkriechst dich in dir selbst ein Stück,
verleugnest jeden Traum vom Glück.

Alles hast du schon probiert,
gesalbt, geschluckt, gespritzt, geschmiert,
und greifst nach jedem Zipfel doch,
ein letztes Mal – das geht wohl noch.

Wenn nichts als bloße Hoffnung bleibt,
Geschichten, die das Leben schreibt,
dann gibst du dich dem Hoffen hin,
„es könnte passen“, tief im Sinn.

Und gerätst in treue Hände,
das Wollen ist der Weg zur Wende,
fühlst dich verstanden – kein Objekt,
und neue Kraft in dir erweckt.

Versuche kommen – und sie gehen,
den Schmerz zu forschen, zu verstehen,
und aufzugeben gibt es nicht,
die Hoffnung hat jetzt ein Gesicht.

So gut verstanden, aufgehoben,
in ein sicheres Netz verwoben,
mit Sachverstand und Freundlichkeit,
ein Aufbruch in die neue Zeit.

Ein Team, das sich als Einheit zeigt,
das Kraft dir gibt – und notfalls schweigt,
das dich im Schmerz ganz fest umfängt,
das vorwärts schiebt, doch niemals drängt.

Das Ohren hat, wenn Kummer plagt,
das Zeit sich nimmt, wird sie erfragt,
wo man sich aufgehoben fühlt,
wenn der Schmerz unsagbar wühlt.

Das plötzlich einen Ausweg sieht,
das Hoffen, nicht Gewissheit gibt,
doch greifst du jeden Strohhalm gern,
ihn zu versagen, läg dir fern.

Und noch im Schmerz, der dir entstand,
fühlst du eine starke Hand,
die dich leitet, die leis meint,
dass auch für dich die Sonne scheint.

Ich danke meinem Team, bleib treu,
mein Leben blüht ab heute neu,
wie schön, dass mir die Sonne lacht,
ich hätt es fast – nicht mehr gedacht.      24.03.2011
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Der Ruf  (Auftragsreim)

Ein Leben ist erst dann perfekt,
wenn es die stille Sehnsucht weckt,
nach der Person, auf die man schwört,
der mehr, als nur dein Herz gehört.

Ein Leben voll Gemeinsamkeit,
intensiv erlebte Zeit,
mit Liebe und mit Herz garniert,
das endet nie – was auch passiert.

Erlebte Phasen voller Glück,
wie gern schaut man darauf zurück,
und stellt Problemchen hintenan,
wie schön, wenn man doch wählen kann.

So viel Jahre, Jahreszeiten,
manchmal schwerer zu durchschreiten,
doch oft genug im leichten Sprung,
mein Gott, wie war man damals jung.

Man meint das Leben sei unendlich,
im Überschwang ist das doch menschlich,
doch irgendwann kommt der Moment,
und du wirst leider doch getrennt.

Da lässt man los, geliebte Hände,
steht fassungslos vor einem Ende,
und ist dann schließlich glücklich dran,
wenn man trotzdem noch Lächeln kann.

Wenn man sich in die Kissen lehnt,
sich seiner Tränen auch nicht schämt,
schwelgend in Erinnerung,
das hält die Seele frei und jung.

Und wenn man dann noch sagen kann:
„Was wollt Ihr, ich bin glücklich dran.
Ich hatt ein Leben, sehr erfüllt,
und manche Sehnsucht ward gestillt.“

Doch leise ruft, mit stetem Drang,
der Partner, der dein Leben lang,
stets an deiner Seite schritt,
er reicht die Hand: „So komm doch mit!“

Mag sein, dass man dem widersteht,
dass man dem Ruf den Rücken dreht,
doch klingt er leis und dauerhaft,
dem zu entsagen, kostet Kraft.

Irgendwann lässt man dann los,
fällt in den vermissten Schoß,
und schreitet wie auf Silberwogen,
strahlend übern Regenbogen.

Lässt alle Mühe hinter sich,
gemeinsam in das helle Licht,
wer das von sich heut sagen kann,
erst der ist wirklich glücklich dran.     24.03.2011
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Geträumt

Ich bin heut Morgen früh erwacht,
nach einer viel zu kurzen Nacht,
gefangen zwischen Tag und Traum,
ergriff des Morgens ersten Saum.

Und als ich so im Koma lag,
die Augen kaum zu öffnen wag,
und sinnend an mein Tagwerk denk,
fiel mir mein Traum ein – welch Geschenk.

Ich träume meistens nicht sehr viel,
zieh es eher ins Kalkül,
in Morpheus Armen, tief und fest,
zu schlummern – wenn man mich denn lässt.

Doch diesmal blieb ein Hauch zurück,
ein Fitzelchen erträumtes Glück,
und davon lasst mich nun berichten,
(sonst hab ich keinen Grund – zu dichten).

Ich träumte, dass die Sonne scheint,
dass es mein Leben herrlich meint,
träumte, meine Frau sei nett,
und ich ein wahrer Held – im Bett.

Ich träumt, man hätt der Freunde viel,
von hier, bis über Köln, nach Kiel,
ich träumt, wir seien unsagbar reich,
die Kinder Albert Einstein gleich.

Mein Chef hat oft mit mir gelacht,
in diesem Traum, in dieser Nacht,
und seine Frau hat uns gemocht,
ich merke es – ich träume noch.

Nicht grad ne Pfeife im Beruf,
mit nicht dem allerbesten Ruf,
weil ich auch lache, dann und wann,
wenn niemand das verstehen kann.

Träumte, dass Musik mich treibt,
dass ich Spaß hab, wenn ich schreib,
dass der FC gar Meister ist…,
da ward ich wach – na, so ein Mist.

Ich wollt den Traum schon glatt vergessen,
nachzudenken kann sehr stressen,
da kam´s mir plötzlich in den Sinn,
dass ich ja – wirklich – glücklich bin.

Wir sind gesund, wir sind Zuhaus,
die Spur zeigt (meistens) geradeaus,
was man anpackt, das gelingt,
viel ist wahr – was traumhaft klingt.

Nur das mit dem Heldentum,
das lassen wir wohl besser ruhn.
Und des Geißbocks Meisterschaft?
Aus Träumen zieh ich meine Kraft….      25.02.2011
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Wesseling

Station 2a in Wesseling,
brauchst du Hilfe – ein Gewinn,
selbst am frühen Sonntagmorgen,
nimmt man dir schnellstens deine Sorgen.

Mit Eifer und mit Freundlichkeit,
mit Hilfe in der knappen Zeit,
die dort zur Verfügung steht,
von morgens früh bis abends spät.

Zeit für ein Lächeln zwischendurch,
nimmt dir ganz fix auch deine Furcht,
und wenn´s was dauert, niemand stört´s,
weil es halt dazu gehört.

Im nahen Anblick der „Gefahr“,
wird man(n) beim Warten Inventar,
jedoch ein Kaffee, heiß und stark,
beruhigt dich bis ins tiefe Mark.

Schwestern, die nicht sitzen bleiben,
die im Strom der Pflichten treiben,
nach Kilometern gut entlohnt….,
das wäre schön – wo gibt’s das schon?

Man sprach zu mir: Wie ist das gleich,
wär es wahr, so wär ich reich,
und mit nem Strahlen, glaubt es mir,
geht es schon zur nächsten Tür.

Hier ein Pflaster, dort die Spritze,
hier das Bettzeug in die Ritze,
Infusionen, nettes Wort,
und das am besten – im Akkord.

Ärzte, die viel Ruhe strahlen,
Herr der Hilfe – nicht der Zahlen,
ohne auf die Uhr zu schauen,
auf solche Ärzte kann man bauen.

Am siebten Tage sollst du ruhn,
auch dir selbst mal Gutes tun,
wenn da nicht die Bereitschaft wär,
ruhig zu bleiben – manchmal schwer.

Dort ist der Eid des Hippokrates,
verbunden mit der Lust an Taten,
das ist mein Eindruck, sage ich,
nicht nur Erfüllung bloßer Pflicht.

Ein kurzer Reim zum Danke sagen,
freut Ihr Euch – ich wollt es wagen,
und ich denk, es wäre nett,
fänd mein Reim den Weg ans Brett.

Freundlichkeit, nicht selbstverständlich,
und mein Reim – selbst er ist endlich,
fertig und am Ende nun,
ich denk, Ihr habt genug zu tun.           16.01.2011
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Kinderglück

Wenn die Nacht zum Tage wird,
wenn man die Lust am Schlafe spürt,
und kaum mehr aus den Augen schaut,
dann hat man sich ans Glück getraut.

Wenn man Nachts das Fläschchen wärmt,
und Tags von seinem Nachwuchs schwärmt,
wenn dieser gluckst und fröhlich lacht,
dann hat man alles recht gemacht.

Wenn der perfekte Windelschiss,
im Leben Nonplusultra ist,
wenn nachts das Ohr beim Bettchen klebt,
dann weiß man wirklich, dass man lebt.

Dann träumt man(n) schon vom Drachensteigen,
vom Wunder dieser Erde zeigen,
von Kinderaugen, die hell strahlen,
im Traume kaum so auszumalen.

Vom Lachen unterm Tannenbaum,
von manch zerfetztem Hosensaum,
vom nassen Schopfe im April,
von ruhigen Nächten – herrlich still.

Von Zähnen, die nicht kommen wollen,
von späteren Windeln – von sehr vollen,
vom ersten Schnupfen, wundem Knie,
vom Elternglück – so stolz wie nie.

Vom ersten Wort, verzerrt gesprochen,
von Ferien, den schönsten Wochen,
die das Jahr zu bieten hat,
auf dem Lande, in der Stadt.

Vom Erfolg, von Niederlagen,
vom einfach artig Danke sagen,
vom ersten Satz in einem Heft,
der vor Stolz dich platzen lässt.

Von Freunden, Menschen, vollem Haus,
vom Besuch des Nikolaus,
von Kinderfeten, herrlich wild,
welch ein wundervolles Bild.

Vom Berufswunsch – jetzt noch weit,
doch glaubt – so schnell vergeht die Zeit,
drum haltet den Moment gut fest,
auf dass er Euch stets träumen lässt.

Das Glück, es wächst von ganz allein,
müsst offen nur für Wunder sein,
ein Wunder, das Euch jetzt geschah,
dafür sind schließlich Träume da.

Wir wünschen Euch viel Glück und Freude,
gestern, morgen und auch heute,
ein Gruß von Deutschland in die Schweiz,
Elternglück macht Herzen weit.                   08.01.2011
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Jahreswechsel_2010-2011

Das neue Jahr steht nah vor mir,
unbeschriebenes Papier,
in meinem neuen Tagebuch,
das nach seinem Eintrag sucht.

Das Tagebuch, es wartet still,
was ich ihm wohl erzählen will,
von bewusst erlebter Zeit,
von Freude und Geselligkeit.

Von Liebe, Freundschaft und noch mehr,
von schönen Dingen – ja, ich schwör,
alles findet sich hier wieder,
was mich bewegt, das schreib ich nieder.

Mal zum Lachen, mal zum Hadern,
mal einfach so, um dumm zu labern,
heut nur ein Satz – und morgen mehr,
das weiß ich erst hinterher.

Ich freu mich auf viel schöne Zeit,
auf Liebe und Gemeinsamkeit,
auf manchen Tag im Freundeskreis,
all das ist für uns 1. Preis.

So lange man das sagen kann,
sind wir wirklich glücklich dran,
wenn man dann seinen Job noch liebt,
ist das das Beste was es gibt.

Ich kenne heut schon manch Termine,
jedes Jahr die gleiche Schiene,
Glücksgefühl bei Livemusik,
zwei Stunden lang erlebtes Glück.

In Fußballtempeln weiter hoffen,
das Ergebnis bleibt stets offen,
und das Gespenst der Liga 2,
verjagen wir – ich bin dabei.

Ein wenig reisen – Fernweh stillen,
und dabei den Speicher füllen,
für so manch versandten Reim,
ich weiß – ich kann sehr grausam sein.

Seht es halt als Drohung an,
als Zeichen, dass ich quälen kann,
und so lang der Reim-Brei quillt,
ist mein Hunger nicht gestillt.

Der virtuelle Stift gespitzt,
Hoffnung auf manch Geistesblitz,
und auf ein schönes neues Jahr,
dazu sind gute Wünsche da.

Wir wünschen Euch, genau wie uns,
stets viel Glück, der Sterne Gunst,
Gesundheit, Liebe und Verstehen,
dass Wünsche in Erfüllung gehen.       31.12.2010
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Klassentreffen

Bald gibt’s wieder Klassentreffen,
Erinnern, Reden, Lachen, Essen,
und ein bisschen Stöbern, Kramen,
in alten Storys, kleinen Dramen.

Die Haare, sie sind grau geworden,
doch klingt noch immer in Akkorden,
von damals die Erinnerung,
mein Gott, was waren wir noch jung.

Standen gerade an der Schwelle,
ein Lebensabschnitt in das Helle,
ein Blatt noch völlig unbeschrieben,
Lernen, Büffeln, Lauschen, Üben.

Mit Kunst zum ersten Wort gelenkt,
welch Wunder uns das Lesen schenkt,
und daher spiel ich mit dem Wort,
auch heute noch so gerne fort.

Rechnen – bitte noch im Kopf,
kein PC, ich armer Tropf,
doch der Erfolg, den ich dort fand,
liegt heut noch deutlich in der Hand.

Im Kopf die Zahlen überschlagen,
das klappt sogar noch an den Tagen,
bei komplettem Stromausfall,
ohne Rechner, überall.

Der kleine, große Klassensaal,
ein erster Schritt und das Signal,
dass man für sich, das Leben lernt,
davon hab ich mich nie entfernt.

Ich riech noch den Kakao im Flur,
denk an den Blick zur Pausenuhr,
hör mein Brummen beim Gesang,
denk ich zurück – wird mir noch bang.

Denn Singen war nicht meine Welt,
an die Tafel hingestellt,
krächzte ich zwar meine Pflicht,
doch ein Genuss – war das wohl nicht.

Ich denk an Bundesjugendspiele,
wie verloren ich mich fühlte,
vor dem Kasten, vor dem Sprung,
vorbei… ich spür Erleichterung.

Ich hör die Geige Freitags noch,
Musik hab ich stets gern gemocht,
und der große Bücherschrank,
begleitet mich mein Leben lang.

Lehrer Stadtler, Lehrer Schütz,
und ich – ganz brav (?) auf meinem Sitz,
wobei ich das nicht sicher weiß,
dem Alter zollt man manchen Preis….

Ein Ausflug. Laufen? Ich zu matt.
Wenn man halt schon Visionen hat,
lässt man sich am besten tragen,
das hilft in allen Lebenslagen.

Vieles habe ich vergessen,
dumm geschaut und viel gegessen,
heute nun wird’s aufgewärmt,
das schmeckt so gut, ich hab´s gelernt.

In manche Bücher aus der Zeit,
würd ich gern schauen, doch zu weit,
liegt die Schulzeit nun zurück,
Lernen ist ein Weg zum Glück.

Mit dem Griffel auf der Tafel,
verfasste ich schon früh Geschwafel,
heute klappt das per Computer,
in die Welt per Netz und Router.

Danke für die ersten Schritte,
aufgefangen in der Mitte,
vom Beginn, von Anfang an,
für mich nur knapp fünf Jahre lang.

Ich hab die Schulform lang vermisst,
neu erfahren, ganz gewiss,
was Büffeln fern von Grouven heißt,
durch manchen Ort bin ich gereist.

Bergheim, Horrem, später Kölle,
manches Jahr war eher Hölle,
doch erstes Pflänzlein, das gesät,
hat mich am meisten wohl geprägt.

Fünf Jahre seit dem letzten Treffen,
ich freu mich drauf, hab´s nicht vergessen,
wie wohl ich letztens mich gefühlt,
der Samstag ist mein nächstes Ziel.

Ein Abend in sehr froher Runde,
Lachen, Scherzen und die Kunde,
dass unsere Schule uns noch blieb,
auch wenn´s sie lange nicht mehr gibt.

Doch die Gedanken sind halt frei,
das ist Euch sicher nicht ganz neu,
wer mit Erinnerung spielt, wie ich,
der findet Wege zum Gedicht.               17.10.2010
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Küken


Wenn ein Küken flügge wird,
sich in die weite Welt verirrt,
und in Neuseeland Hobbits jagt,
dann ist das ein besonderer Tag.

Dann ist die Lehre schon Geschichte,
dann gibt es Sekt – und auch Gedichte,
weil der Dichter wieder mal,
zu viel versprach – das ist fatal.

Nun sitzt er hier, der arme Tropf,
zermartert sich den grauen Kopf,
und überlegt, hat nachgedacht,
was einem Küken Freude macht.

Vielleicht ein Glückwunsch, so als Lohn,
abgehakt – den gab es schon,
und ein Besäufnis mit viel Sekt?
Doch der hat mir noch nie geschmeckt.

Na dann vielleicht ein Bild – mit Zahl,
zum Start ein wenig Kapital,
und der Hinweis, ganz gewiss,
dass man Christina sehr vermisst.

Es sind knapp 90 Tage noch,
dann reißt das „Tschüss“ ein großes Loch,
denn die „Kauffrau im Büro“,
sie geht auf Reisen – ist halt so.

Die Welt zu sehen, nicht zu flüchten,
in Neuseeland Schafe züchten,
und zu finden – ist´s gewagt?
… den Hobbit, den sie gerne mag.

Wenn´s so kommt – wir werden sparen,
trotzen Meilen und Gefahren,
sitzen mit beim Barbecue,
und prosten Euch dort fröhlich zu.

Wir hoffen, dort beim Schafe zähmen,
wirst Du etwas von uns nehmen:
Bist Du auch entsetzlich weit,
Gedanken an ne schöne Zeit.

Du hast jetzt den Beruf, den Start,
die kleine Flamme ist entfacht,
sei für Schönes stets bereit,
fürs Lernen – und Geselligkeit.

Für Freude, die das Leben bringt,
für manches, das mal nicht gelingt,
für manches, das Dich wütend macht,
und über das – Du später lachst.

Neues finden, Schönes sehen,
lass den Wind ums Näschen wehen,
genieße alles, finde Glück,
und denke gern an uns zurück.                 25.06.10
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Anita

Fürs Büro die reine Perle,
für nette Frauen, echte Kerle,
die Garantie für Reinlichkeit,
doch alles – hat halt seine Zeit.

Denn nun kürzlich sprach Anita,
sie geht von Bord, die Senorita,
und der Einwand, den ich gab,
den tut sie einfach lächelnd ab.

Der Jahre sind genug erbracht,
ein Auge weint – das zweite lacht,
34 Jahre lang,
wenn wir gingen – fing sie an.

Und räumte uns, mal leicht, mal schwer,
auch mal fluchend hinterher,
spülte, wusch, betrieb Kosmetik,
für den Boden – zur Ästhetik.

Nach Anitas Wischmopp-Tanz,
erstrahlt´s Büro in neuem Glanz,
das war 1a, das ist perfekt,
Sauberkeit – so wie geleckt.

Doch irgendwann kommt halt die Zeit,
da ist man es wohl wirklich leid,
da denkt man sich, man hat die Wahl,
lang genug ward eingezahlt.

Der Regen aus der Rentenkasse,
tröpfelt leicht – doch hat er Klasse,
wenn man sich froh nach hinten lehnt,
wenn andere schaffen – leise gähnt.

Das ist verdient, nach all der Zeit,
gönn es Dir und sei gescheit,
und doch – ja, wir vermissen Dich,
er fällt uns schwer nun, der Verzicht.

Wer räumt uns bitte hinterher,
der Gedanke trifft uns sehr,
weil nicht jeder – glaub das jetzt,
Dich mal so eben leicht ersetzt.

Die Jahre, eine lange Zeit,
eine kleine Ewigkeit,
und dabei fällt mir schaudernd ein,
ICH werde jetzt der Senior sein.

Wenn Du mir Rente übrig lässt,
stell ich 2020 fest,
ob noch ein Scherflein mir verbleib,
halt Dich zurück – oh, sei so lieb.

Wir wünschen Dir nun alles Glück,
Gesundheit, Freude – schau zurück,
und vergiss uns nicht sofort,
Ahoi, Anita geht von Bord.                       25.06.2010
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