25 Jahre Internet

Jubiläum – www.
Wenn ich grad mal rückwärts seh,
weiß ich nicht, oh lieber Mann,
wie man das überleben kann.

Ohne Netz – …alleingelassen.
Dennoch… - das ist kaum zu fassen,
groß und (fast) normal gelungen.
Ich spüre die Erleichterungen.

Hab damals manchen Brief geschrieben,
machte trotzdem meinen Frieden,
ohne Mail, Whattsap und so.
Die „Steinzeit“ überlebt – bin froh.

Das erste Mal – ich war dabei,
am PC - …so frisch und neu.
Dem Ladevorgang still gelauscht,
dazwischen – mündlich – ausgetauscht.

Gegessen und danach geduscht,
die Kinder schnell ins Bett gehuscht,
und als ich später wiederkam,
war´s Internet dann on – ein Wahn.

Heute braucht es kaum noch Zeit,
rasende Geschwindigkeit.
Mal eben grad gesurft, geschaut.
Die alte Zeit – dahin & out.

Trotzdem – nun, das sollt Ihr wissen,
möchte ich es nicht mehr missen.
Menschen, die man mag und kennt,
im World Wide Web – vertraut, kaum fremd.

Wo wär ich heute mit dem Schreiben?
Ich möchte – hm – ganz ehrlich bleiben:
Vermutlich hätt ich - …nicht gesponnen,
gar nicht erst damit begonnen.

Ein Zufall war´s – fast über Nacht,
der hat mich dahin gebracht,
dass ich den Spaß an Worten fand.
Das Ergebnis? – Ist bekannt.

Heut gehört das Netz – im Nu,
kaum verzichtbar mit dazu.
Wie selbstverständlich – …an Verzicht,
denken wir im Grunde nicht.

Gute Seiten – schlechte auch,
jedem so, wie er es braucht.
Jeder nimmt sich, was er will:
Wichtiges und Spaß und Müll.

War dem Erfinder wohl bewusst,
was daraus wird? – Was kann, was muss?
Ich glaube es mal eher nicht,
doch, ehrlich – es bereichert mich.  23.08.2016
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Zwangslager

Persönliches Guantanamo?
Ich wollte es ja leider so.
7 - und dazu noch 30,
Jahre - tja, sie nutzt das fleißig.

An jenem Tag im Februar,
wurden meine Ängste wahr,
obwohl ich das an diesem Tage,
noch nicht wusste - keine Frage.

Damals hab ich mich gefreut,
diesen Fakt auch weit gestreut,
obwohl an jenem Tag - bei Nacht,
hab ich an Facebook nicht gedacht.

Seinerzeit per Telefon,
geschriebenem Brief - wer kennt das schon?
Per Gespräch - von Mund zu Mund,
tat ich dieses Neue kund.

Schlug jede Warnung in den Wind,
war für den Rat der Mutter blind,
und auch der kleinen Schwester Wort,
wischte ich - ganz klar - weit fort.

Was ist mir heute nun geblieben?
Bin unterdrückt - ...nicht übertrieben.
Alleine - und das nicht zu knapp,
nicht lebensfähig - nicht im Lack.

Heute, da ich greiser bin,
macht das plötzlich alles Sinn.
Ein Wort von ihr - ein böser Blick,
wirft mich in der Tat zurück.

All die Schrammen, blauen Flecken,
gilt es sorgsam zu verstecken.
Die auf meinem Seelchen auch,
nur deshalb trage ich den Bauch.

Der schützt - so glaubt es, oder nicht,
mein Inneres - mein Gleichgewicht.
Ich erkenne - jetzt zur Stund:
Alles hat wohl seinen Grund.

Und trotzdem hänge ich an ihr.
Ehrlich, wirklich - glaubt es mir.
Das ist der üblen Taten Lohn,
man nennt es auch - Stockholmsyndrom.

30 Jahre - und plus 7,
wo, bitte ist die Zeit geblieben?
Weitere 30 - nun, sie bleiben,
zum Lamentieren - um zu Schreiben.

Um zu Spinnen, um zu Lachen,
um all das dumme Zeug zu machen,
dass man leichthin Lieben nennt.
Ob Ihr Frau General wohl kennt?   21.02.2016
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Feuerwehrjubiläum Grouven

80 Jahre Feuerwehr,
jeder Anfang fällt mal schwer,
50 Jahre nun die Jugend,
durchzuhalten – eine Tugend.

Grouven – unser kleiner Ort,
dem Reiz verfällt man fast sofort,
das Leben, der Verein aktiv,
und Hilfe kommt – wenn man sie rief.

Feiern, wenn´s zur Feier ruft,
rund um unsere schöne Grouv,
jedoch im Ernstfall stets bereit,
zum Einsatz in perfekter Zeit.

Damit im Ernstfall alles klappt,
gilt´s zu üben – nicht zu knapp,
dass alles stets am Schnürchen rennt,
wenn es wirklich einmal brennt.

Brände löschen, Menschen schützen,
helfen, dienen, retten, nützen,
bekannter Sinnspruch: „Gott zur Ehr,
und dem Nächsten stets zur Wehr.“

Im September runden sich,
50 Jahre – da ist´s Pflicht,
das Jubiläum zu begehen,
nur leider – können wir´s nicht sehen.

Es fällt – das tut uns wirklich leid,
mitten in die Urlaubszeit,
da sonnen wir – (ist das gewagt?),
uns am Strand von Dänemark.

Doch ein kleiner Reim soll´s sein,
ein ferner Gruß zu Euch Daheim,
und viel Spaß bei Eurem Fest,
dass man es richtig krachen lässt.

Dass es Euch nie an Nachwuchs fehlt,
dieser Wunsch sei nicht verhehlt,
dass Euch die Pflicht stets Freude macht,
auch mitten in der tiefste Nacht.

Kaum hört man die Sirene rufen,
ist die Wehr bereit in Grouven,
und zeigt mit Blaulicht und Geheule:
Schaut her – wir haben Grund zur Eile!

Ruft man uns, sind wir nicht bange,
zwar überlegt – doch nicht zu lange,
Sicherheit an erster Stelle,
und kurze Wege – bis zur Quelle.

Dann heißt es schnellstens: Wasser marsch!
Wir retten euch jetzt Euren… Po!
Grouvens Wehr – ein Quell der Freude,
gestern, morgen und auch heute.    14.08.2011
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28. Hochzeitstag

Wir feiern heute Hochzeitstag,
und da SIE mich ein wenig mag,
schlaf ich – oh, mein Herz schlägt schneller,
heut ausnahmsweise nicht im Keller.

Sie meint nur, das gehört sich so,
denn mein Schlafplatz, dort im Stroh,
gehöre etwas aufgemischt,
mit neuem Heu – ganz duftig, frisch.

Doch gelte das – hab´s mir gedacht,
ganz sicher nur für eine Nacht,
Prinzipien seien zum Halten da,
ich nicke brav – es ist ja wahr.

Und ich sag mir außerdem,
die Nacht im Bett – ist wohl bequem,
doch ob´s dem Rücken wirklich lohnt?
Ich bin ja anderes gewohnt.

Heut Morgen stand ich nun früh auf,
ließ meiner Freiheit ihren Lauf,
hab das Haus auf Glanz geputzt,
so bin auch ich zu etwas Nutz.

Brachte ihr – ist das nicht nett,
das Frühstück heute schon ans Bett,
auf Knien in ihr Gemach gerutscht,
hab leis an ihrem Zeh gelutscht.

Beim Wecken muss ich sorgsam sein,
im allersten Morgenschein,
damit die Liebste nicht erschrickt,
und mich nicht schlägt – das ist dann Glück.

Ich bin so dankbar – heile Welt,
dass sie mich auf dem Boden hält,
und ich weiß es ganz gewiss,
wo mein Platz im Leben ist.

Doch sage ich Euch heimlich was:
Das Ulken macht mir mächtig Spaß,
und der Liebsten ebenso,
na – da sind wir aber froh.

Ich wusch mir schon mein Schnäuzchen früh,
damit ich ihr – oh, Halali,
ein Küsschen schnell heut rauben kann,
bin ja schließlich auch nur Mann.

Werde meine Freiheit nutzen,
heute Fegen, Wienern, Putzen,
und wenn sie spricht, das sei perfekt,
weiß ich – wie gut mein Leben schmeckt.

28 Jahre lang,
was fing ich ohne sie nur an?
Und jetzt mach ich mit Reimen Schluss,
da ich – sonst in den Keller muss.          02.07.2011
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Hochzeitstag

Hochzeitstag – ganz ohne Frage,
was Besonderes dieser Tage,
in denen man – ob früh, ob spät,
auch schnell mal auseinandergeht.

Beim kleinsten Wind, beim leichten Wispern,
hört man´s im Gebälk schon knistern,
doch nicht im Haus Familie Tix,
fest wie Stahl – da gibt es nix.

Zwar ist die Frau nicht zu beneiden,
doch gilt der Glückwunsch allen beiden,
auch wenn der Mann uns stets verspricht:
Mallorca winkt – man glaubt es nicht.

Zum Ausflug wären wir bereit,
Frühling, Sommer – jederzeit,
doch Germanwings und Air Berlin,
sehn wir ihrer Wege ziehn.

Stehen traurig in Köln-Bonn,
seit Jahren gibt’s ein Lied davon,
wie hätten wir doch gratuliert,
wenn man uns spontan entführt.

Doch wir verzeihen – ohne Fragen,
niemals gibt’s was nachzutragen,
und wünschen heute alles Glück,
den Blick nach vorn – und nie zurück.

Zwei Herzen, die wie eines schlagen,
an hellen, wie an dunklen Tagen,
bei Sonne, Wind und auch bei Regen,
sich gemeinsam fortbewegen.

Liebe bläht dem Schiff die Segel,
zur guten Fahrt gibt’s eine Regel:
Wird viel „Wind“ in den Segeln sein,
bringt es Euch auch immer heim.

Zusammen Lachen, auch mal Weinen,
freun am Großen, und am Kleinen,
für sich sein – und auch Freunde haben,
das passt in allen Lebenslagen.

Gemeinsam Reden, als auch Schweigen,
lasst Euch nur vom Leben treiben,
doch habt dabei ein klares Ziel,
legt Wert auf Liebe und Gefühl.

Legt Wert auf Du + Ich + Wir,
geht niemals streitend aus der Tür,
und respektiert auch ganz gewiss,
dass jeder Mensch besonders ist.

Dann wird´s noch viel zum Feiern geben,
und wir werden noch erleben,
dass uns ein Flug nach Palma bringt,
wundervoll – wenn das gelingt.           09.02.2011
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