Bärenfell
Ein Ofen, in dem's knisternd brennt,
der Gedanke ist nicht fremd,
seit vielen Jahren - ganz genau,
nerv ich damit meine Frau.
Erzähle von Gemütlichkeit,
von ganz entspannt erlebter Zeit,
wenn draußen Sturm und Regen tobt,
hätt ich mir solch ein Teil gelobt.
Die Liebste meint: "Mein lieber Schatz,
dafür hat's hier keinen Platz,
wozu mich der Gedanke quält,
vom Bärenfell - bin angezählt.
Da legst Du Dich - mir schwirrt der Sinn,
des Abends ganz gemütlich hin,
oh nein, das wäre mir nicht recht,
jetzt muss ich gehn - denn mir wird schlecht.
Das ist die Last der Phantasie,
ich weiß von Dir - Du hast sie nie,
jedoch - mich treibt sie elend um,
das ist furchtbar - nimm's nicht krumm."
Ich hab mich damit abgefunden,
seit Jahren, Wochen, Tagen, Stunden,
jedoch seit gestern - 's tut mir leid,
tobt in mir erneut der "Neid".
Bei lieben Freunden eingeladen,
die den freien Blick nun haben,
hinterm Glas - die Feuersbrunst.
Sich zu verlieren - keine Kunst.
Da wird ein Abend so gemütlich,
selbst die Liebste scheint mir friedlich,
tut so - ohne dies zu üben,
als könne sie kein Wasser trüben,
Ein toller Abend - nette Gäste,
selbst für mich das Allerbeste,
und am Schluss - den Hieb zum Bauch,
irgendwie hat's das gebraucht.
Der "Schlag" - gerade zur rechten Zeit,
er bringt mich in die Wirklichkeit,
und schlägt mich mal die Liebste nicht,
übergibt sie diese Pflicht.
Ich mein, ich spür die Schmerzen noch,
in meinem Bauch klafft fast ein Loch,
hätt ich nicht - oh, wie vermessen,
gestern viel zu viel gegessen.
Zurück zum Thema - und zum Feuer,
ein Ofen wär mir lieb - und teuer,
doch frag ich mich - hier ganz bedeckt,:
Wo war das Bärenfell versteckt?! 22.01.2011
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Sport
Nur weil ich leicht füllig bin,
kommt´s dem Kollegen in den Sinn,
mit meinem Hang zur Sportlichkeit,
sei´s am Ende nicht sehr weit.
Er meint, Bewegung schade nicht,
sei gar – in meinem Alter – Pflicht,
denn im Hinblick auf die Rente,
verschleudere man(n) so die Talente.
Ich aß – schon hin auf seinen Rat,
nur ein winzig Blatt Salat,
und sein Wort, es traf mich tief,
als ich grad nach der Rechnung rief.
Ich plusterte mich mächtig auf,
meinte nur: „So nimm in Kauf,
dass ich zwar nicht so sportlich – scheine,
doch die Bewegung – sie ist meine.
Jeden Abend – weil´s mich fesselt,
fahre ich mit meinem Sessel,
vor, zurück und elektronisch,
werde mir jetzt nur nicht komisch.
Das schafft Bewegung – und zwar pur,
abends, knapp nach 20 Uhr,
denn um den Antrieb zu entdecken,
muss ich mich gar kräftig strecken.
Außerdem sei Dir gesagt,
dass ich an jedem freien Tag,
an dem der Geißbockclub mich ruft,
zum Stadion eile – Fußballduft.
Dort steige ich gar viele Treppen,
mach mich manchmal auch zum Deppen,
doch meine Pumpe kommt in Fahrt,
an diesem Sport – wird nicht gespart.
Zweimal am Tag durchquere ich,
den weiten Hof – viel mehr als Pflicht,
denn wenn den Müll ich nicht entsorge,
gibt’s für mich – nie mehr ein morgen.
Werde ich auch langsam älter,
wie guter Wein – perfekt gekeltert,
so wird am Sport doch nicht gespart,
jeder Muskel – kommt in Fahrt.
Ich weiß, dass Dir das nicht behagt,
dass Dich schon der Gedanke plagt,
doch lieber Freund – Herr Rechtsverwalter,
auch Du kommst mal in dieses Alter.“
Danke für den Grund zum Reimen,
ich will nicht Jammern, will nicht Weinen,
und außerdem ruft schon mein Hund,
Bewegung – hält ja so gesund. 05.01.2012
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Wichtig
Was uns im Leben wichtig scheint,
ist dauerhaft ein guter Freund,
ein Freund, auf den man zählen kann,
heute, immer, irgendwann.
Ein Freund, der nicht nur männlich ist,
ein Freund, mit dem man Zeit vergisst,
ein Freund, mit dem man lacht und weint,
egal, ob grad die Sonne scheint.
Erst gestern haben wir entdeckt,
wie gut doch die Erkenntnis schmeckt,
dass man den Freund nicht suchen muss,
wir haben welche – das macht Lust.
Lust auf die Geselligkeit,
Lust auf intensive Zeit,
Lust, die uns das Feiern macht,
bis tief in eine kühle Nacht.
Da stört uns selbst der Regen nicht,
wo steht denn bitte, es sei Pflicht,
dass beim Feiern Sonne scheint?
Seht Ihr – so hab ich´s gemeint.
Gespräche, Lachen – das erfüllt,
ich denk zurück, und dieses Bild,
nehmen wir im Herzen mit,
wie schön, dass es die Freunde gibt.
Und man ist am Ende offen,
für neue Freundschaft – drauf zu hoffen,
das macht Spaß, wenn man erkennt,
man tickt gleich, ist sich nicht fremd.
Der Freund kann nah im Umfeld sein,
oder ist von weit daheim,
wenn die Freundschaft erst beginnt,
ist das egal – nur dass sie stimmt.
Es beginnt mit einem „Du“,
und man gehört ab gleich dazu,
obwohl nicht jedes Freundschaft wird,
denn wer das glaubt – nun ja, der irrt.
Der Funke muss halt einfach springen,
tut er das – so kann´s gelingen,
und wenn die Freundschaft sich beweist,
dann schließt sich der berühmte Kreis.
Menschen sind ganz einfach wichtig,
mag man sich, so wird´s erst richtig,
dann verquatscht man, nicht gedacht,
manchmal eine halbe Nacht.
Doch Freundschaft gilt es auch zu pflegen,
alleine steht man nicht im Regen,
selbst wenn´s wie gestern strömend gießt,
wahre Freundschaft schmeckt so süß. 11.06.2011
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Sendepause
Von gleich auf jetzt war es vorbei,
dies Gefühl ist mir ganz neu,
denn mein Speicher ist so leer,
von nirgendwo kommt Anreiz her.
Saison vorbei – die Hitze auch,
kein Fußballspiel – kein nackter Bauch,
und selbst das nächste Rockspektakel,
steigt erst demnächst – das ist ein Makel.
Sogar das neue Schwiegerkind,
merkt, dass mir die Zeit verrinnt,
und fragt mich heute, irgendwann:
„Kommt da nichts mehr, alter Mann?“
Sie sieht mich an, es blitzt der Schalk,
stellt mir ein Töpfchen – für den Kalk,
der da rieselt, still vor mich,
dann, ja dann – verdrückt sie sich.
Und ich bin erneut allein,
das Leben kann so grausam sein,
ich süffle meine kühle Brause,
es herrscht einfach Sendepause.
Vielleicht bin ich ja gar zu brav,
vielleicht fehlt mir ein Mützchen Schlaf,
vielleicht liegt es auch einfach dran,
dass ich´s halt nun nicht mehr kann.
Denn ob Freundschaft Freundschaft ist,
die sich im Augenblick vergisst,
das merkt man erst, wenn man erkennt,
der Freund – er wird dir plötzlich fremd.
Da bat er mich doch glatt, partout,
nen Reim zu lesen – welch ein Clou.
Doch lesen? – Gar vor Publikum?
Oh nein, mein Freund – das bringt mich um.
Ich fragte schon – das ist kein Schwindel,
das Enkelkind nach einer Windel.
Sie gab sie mir – doch alldieweil,
bedeckt sie kaum mein Hinterteil.
Wem wäre das wohl zuzumuten,
das wäre wohl zu viel des Guten.
Schreiben – das ist eine Sache,
doch laut zu lesen – dass ich lache.
Da käm nur Krächzen aus der Kehle,
sodass ich für den Fall empfehle:
Eine Schachtel Ohropax,
oder besser – heißes Wachs.
Das verstopft Gehör und Gänge,
nicht nur heute – nein, für länger,
und bringt von dem Gedanken ab,
dass ich Kraft – zum Lesen hab. 09.06.2011
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FC Basel – Vrenis Gedanken
(Reim für eine Freundin / Basel-Fan!!!!)
Gestern gab´s die Nacht der Nächte,
eingefärbt in rot und blau,
und was ich grad noch sagen möchte:
Das ist einfach eine Schau.
Hundertachtzehn Jahre Basel,
Hundertachtzehn FCB,
14 mal schon Schweizer Meister,
„Basel, Basel – Up, Olé“.
Alex Frei mit seinen Toren,
hat das Wunder mit vollbracht,
den Schwung zu keiner Zeit verloren,
ich lieb Magie – und diese Nacht.
Basel hat erneut den Kübel,
spielte meisterlich konstant,
ich fühl mich frei von jedem Übel,
und klatsch begeistert in die Hand.
Fink sei Dank – er probte, formte,
dieses Team, das mich entzückt,
Züge, Spielwitz, den er normte,
ich werd vor Freude noch verrückt.
Ich schwenk den Schal, sing laut die Lieder,
wer das nicht kennt, der weiß es kaum:
Ich liebe das, tu´s immer wieder,
Fußball ist viel mehr als Traum.
Mit jedem Tor zu unserem Ziele,
schlug mein Herz mir bis zum Hals,
schöne Stunden gibt’s zwar viele,
doch wirst du Meister – na, dann knallt´s.
Dann fliegen Korken, ich umarme,
jeden, der mit mir sich freut,
das hält an – oh ja, ich warne:
Dies Gefühl hält nicht nur heut.
Champions League und Schweizer Liga,
wann bitte wird es denn August?
Ich freu mich heut schon auf die Sieger,
das ist einfach pure Lust.
Und ich weiß, selbst Böcke drücken,
ihre Daumen voller Macht,
so musste das halt einfach glücken,
Rheinland – hast Du gut gemacht.
Wir sind Meister – und ich schwebe,
ich strahle wie ein Priemelpott,
das ist die pure Lust am Leben,
ich freu mich so – oh, lieber Gott.
Hundertachtzehn Jahre Basel,
Hundertachtzehn Rot und Blau,
Schluss dem Reim und dem Gefasel,
FC Basel – eine Schau, 26.05.2011
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Magnetismus
Ich denk mal, Irre sind magnetisch,
langsam, schleichend, aber stetig,
ziehen sie sich magisch an,
sodass man nicht entkommen kann.
Ich denke nach und mir wird klar,
dass es so schon immer war,
wenn´s am Ende dann auch heißt,
dass man auch mir mein Plätzchen weist.
So gerne möcht ich – welche Pein,
doch endlich ein Normalo sein,
mit normaler Freundesschar,
es bleibt ein Wunsch – das ist schon klar.
Vielleicht, wenn ich ja älter werde,
und trottele langsam mit der Herde,
vielleicht ist dann der Punkt erreicht,
ich betone streng: VIELLEICHT.
Meine Frau sprach gestern noch,
wie schön es wäre – letztlich doch,
hätt sie nen Kerl als Ehemann,
der sich normal gebärden kann.
Dann grinst sie kurz – und lacht mich aus,
sie meint, das sähe grausig aus,
stellt sie sich ein Leben vor,
ohne Blödsinn und Humor.
Denn auch die Liebste – ist magnetisch,
ist sag es festlich, fast pathetisch,
ohne Plus- und Minus-Pol,
wäre es uns nicht so wohl.
Was mich letztlich dazu treibt,
zu fragen, ob nicht alles bleibt,
so wie es jetzt heute ist,
Normal sein – wär der größte Mist.
Nicht auszuticken beim FC?
Das daran Denken tut schon weh!
Nicht von Gig zu Gig zu reisen?
Unvorstellbar – trotz der Preise.
Das freche Mundwerk stille halten?
Oder das Gehirn einschalten?
Dann macht doch alles weniger Spaß,
das Mundwerk schweigt – beiß ich ins Gras.
Nur eines hab ich nicht bedacht,
was mir vielleicht Probleme macht,
denn ziehen sich die Irren an,
dann heißt das doch….oh, lieber Mann.
Das auch die Menschen, die uns mögen,
sich auf diesem Pfad bewegen,
dass auch sie – magnetisch sind,
durchgeknallt und durch den Wind. 04.05.2011
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Luna
Ich war geschäftlich kurz verreist,
das Haus nur eine Nacht verwaist,
und in diesen kurzen Stunden,
hat meine Frau – erneut „entbunden“.
Ich stutze und mein Geist erkennt,
die Liebste ging mir scheinbar fremd,
denn von dem Akt, der puren Lust,
hab ich wirklich nichts gewusst.
Sei es drum – es ist passiert,
das „Produkt“ wird adoptiert,
ein kleines Bündel pures Glück,
schickt man einfach nicht zurück.
Es ist ein Mädchen – stark behaart,
ein kleiner Ansatz hin zum Bart,
und die Füße – etwas dick,
keine Chance, Pariser Chic.
Die Ohren scheinbar etwas groß,
doch bin ich gar nicht hoffnungslos,
ein guter Arzt, der etwas kann,
legt sie sicher preiswert an.
Die Zähne, leichter Mundgeruch,
will sie mich küssen, bleibt nur Flucht,
nur was mich etwas irritiert,
ist das – was hintendran passiert.
Da gibt es ne Verlängerung,
nun gut, das Kind ist reichlich jung,
vielleicht der Rest der Nabelschnur,
ich bin verwirrt – wen frag ich nur?
Da schaut mich meine Liebste an:
„Du hast nen Knall, mein lieber Mann.
Kennst Dich vielleicht mit Ziegen aus,
doch das hier – ist – ein Hund im Haus.“
Da fällt´s wie Schuppen von den Augen,
die scheinbar nur zum Fußball taugen…
Wir haben uns ein Herz genommen,
sind wieder – auf den Hund gekommen.
Wer lange Jahre einen hatte,
den deprimiert die leere Matte,
und der freut sich still, ab heute,
an einem Bündel Lebensfreude.
Jetzt geht es wieder vor die Tür,
überfällig – glaubt es mir,
denn in dem Jahr nun ohne Hund,
entdeckte ich – manch neues Pfund.
Ein Hund ist einfach Freundschaft pur,
bedingungslos, rund um die Uhr,
und Futter für manch neuen Reim,
so einfach kann das Leben sein. 15.12.2010
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5 Jahre
5 Jahre – wo sind sie geblieben?
Ich hab so manchen Reim geschrieben,
so vieles in der Zeit erlebt,
die Lust am Dasein, ja, sie lebt.
Nun hieß es wieder Klassentreffen,
nein, ich hab es nicht vergessen,
es traf sich unser harter Kern,
ich habe diese Treffen gern.
Man schwelgt in der Erinnerung,
vielleicht mit sanft gebremstem Schwung,
denn die Jahre, Stück für Stück,
ließen manche Spur zurück.
Die Gesichter auf den Bildern,
die Geschichten, drin zu wildern,
war das erst gestern – sagt´s mir an,
als ich dort auf dem Foto stand?
Nicht jeder folgte Giselas Ruf,
dem Termin, den Ingrid schuf,
doch die, die froh gekommen sind,
erfuhren – dass, wer wagt, gewinnt.
Gewinn im Reden und im Lachen,
Gewinn im Anekdoten machen,
Gewinn im Hören, im Verzäll,
der Spaß am dick gewordenen Fell.
Erinnerungen, die vergraben,
die gestern wieder offen lagen,
der Blick auf Fotos, fassungslos,
einst so klein – und heut so groß.
Zwei Lehrer, immer noch im Lack,
gut gelaunt und schwer auf Zack,
Herr Stadtler und Herr Lehrer Schütz,
immer noch Esprit und Witz.
So mancher wäre gern gekommen,
doch hat die Zeit ihn früh genommen,
und manchen hat nicht interessiert,
was heut in „seinem Ort“ passiert.
Doch die, die kamen hatten Spaß,
ein schöner Abend – ja, so war´s,
und in 5 Jahren, so ab heut,
treffen wir uns dann erneut.
Etwas älter, etwas grauer,
genießt das Leben, auf die Dauer,
bleibt fröhlich, heiter, lacht recht viel,
dann ist das Leben wie ein Spiel.
Und ich? Ich bleibe gern Chronist!
Erzähle reimend, ganz gewiss.
Freue mich an meiner Zeit,
an Frohsinn und Geselligkeit. 24.10.2010
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Bodensee
Per Rad rund um den Bodensee…,
manches Wort tut dann schon weh,
sobald es aus dem Mundwerk schäumt,
ach, hätte ich´s doch nur geträumt.
Da sitzt man still in froher Runde,
und plötzlich bohrt in alter Wunde,
ein entsetzlich tiefer Schmerz:
Sport sei Balsam für das Herz!
Ach, hätte ich mich umgedreht,
die Uhr schlug Zwölfe, es war spät,
doch nein, mich ritt der Übermut,
und solches Tun – ist selten gut.
Nach einem Essen, königlich,
war ich im Geiste nicht mehr frisch,
und so sprach ich – ach und weh:
Wie wär es mit dem Bodensee?
Mit dem Fahrrad kurz umrunden,
ein paar nette frohe Stunden,
im allerengsten Freundeskreis…,
schon als ich´s sprach – da ward mir heiß.
Nach dem Gedanken, kurz darauf,
stand ich sehr klamm und heimlich auf,
betastete mein Hinterteil,
noch in Schuss, und noch ganz heil.
Doch klar, ich steh zu meinem Wort,
der Bauchspeck muss ja schließlich fort,
und ganz ohne Wenn und Aber,
geht’s demnächst ins Trainingslager.
Gleich heut bei amazon bestellt,
Sauerstoff für kleines Geld,
und Magnesium, lieber Vater,
für so manchen Muskelkater.
Die Zeit, sie schreitet schnell voran,
ob ich mich wohl verstecken kann?
Im dunklen, kühlen, tiefen Keller,
doch denk ich, meine Frau ist schneller.
Sie zieht mich an den Hammelbeinen,
und meint sehr streng, nun jetzt zu weinen,
stehe mir nicht zu Gesicht,
ein Indianer tut das nicht.
Schluchzend rinnt mir meine Schminke,
Gemütlichkeit? Ach, winke, winke,
ein alter Mann, auf einem Rad,
mit einem Podex, weich und zart.
Nicht mehr sitzen, nicht mehr liegen,
ich hab gesprochen – jetzt heißt´s fügen,
drei Runden um den Bodensee,
das Hinterteil – tut heut schon weh. 10.10.2010
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Brot und Salz
Virtuell gibt’s Brot und Salz,
denn ich hab Angst, dass andernfalls,
irgendwann der Hunger nagt,
das geht fix, falls Ihr mich fragt.
Brot, dass sich der Brotkorb füllt,
und damit stets den Hunger stillt,
denn auch noch in der größten Not,
schmeckt ein frisches Butterbrot.
Salz, damit der Wohlstand bleibt,
der Dichter weiß, wovon er schreibt,
denn wird der Herr im Haus nicht satt,
wird die Börse schmal und platt.
Wir wünschen Euch, ganz grad heraus,
stets Spaß und Freud im neuen Haus,
und wenn dann mal die „Erde bebt“,
wisst Ihr schließlich, dass Ihr lebt.
Stets viel Spaß, des Wahnsinns Beute,
viel Besuch von netten Leuten,
dazu noch Freunde, viel, zuhauf,
so geht der Wunsch bestimmt schnell auf.
Stunden labern in der Küche,
und locken wabernd die Gerüche,
dann speisen an der gleichen Stelle,
mit Genuss, nicht auf die Schnelle.
Dazu ein unverbauter Blick,
auf Passanten – nicht zurück,
damit man sieht, was wichtig ist,
doch nicht von draußen – welche List.
Ein Frühstück gibt’s auf der Terrasse,
und wir dabei – ja, das wär Klasse,
doch warne ich Euch, bitte sehr,
der Brotkorb wird dann ganz schnell leer.
Zum Brot und Salz, ein Cent fürs Glück,
was man gern gibt, das fließt zurück,
wir wünschen Sonne, Glück und Spaß,
und stets dazu ein volles Glas.
Vielleicht sagt Ihr: „Dir fehlt ne Schraube,
das ist nichts als Aberglaube“,
jedoch, Ihr Lieben, ich glaub dran,
dass Brot und Salz was wirken kann.
Und beim Treffen, nächstes Mal,
gibt es das dann auch real,
so lange seid Ihr, wie´s gefällt,
erst einmal auf Euch gestellt.
Habt Ihr Hunger in der Zeit,
der Weg zu uns, er ist nicht weit,
und ne Scheibe trocken Brot,
reichen wir stets in der Not. 14.08.10
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Fit Dank Helmut
Uma Thurman macht Pilates,
ich eher gar nichts – was recht schad´ ist,
denn bei einem faulen Recken,
bleibt die Fitness auf der Strecken.
Vorbei die Zeit im Studio,
Bewegung schadet sowieso,
kein Aerobic, selten Sport,
so kann´s nicht bleiben – drauf mein Wort.
Die morschen Knochen knirschen leise,
auf eine so vertraute Weise,
dass das so nicht bleiben kann,
ab heute ändere ich was dran.
Denn gestern hab ich live erlebt,
den Sport, der meine Hoffnung hebt,
dass ich in nicht sehr ferner Zeit,
erstrahle in Beweglichkeit.
Denn Helmut – jetzt mein neuer Gott,
Fitness-Papst – ein neuer Trott,
gibt jetzt meinem Leben Halt,
hin zur neuen Traumgestalt.
Ich weiß, es wird nicht einfach sein,
Training täglich, jetzt Daheim,
dass ich sein Können einst erreich,
oft versucht – es wird nicht leicht.
Seine Anmut ist geschmeidig,
und sie macht mich völlig neidisch,
ob ich einst ihm vergleichbar bin?
Helmuts Sport ist ein Gewinn.
Heut nur wir – weil´s uns gefällt,
und morgen schon trainiert die Welt,
im neu erweckten Fitness-Wahn,
nach Helmuts Vorbild, Helmuts Plan:
Körperspannung, Konzentrieren,
die Hände an den Nacken führen,
tief Atmen, dass der Brustkorb sprengt,
Luft anhalten – bis es drängt.
Dann nach vorne, zwei-, dreimal,
das ist Veränderung, das Signal,
oh, wie ich dieses Sport doch liebe,
sofern ich nicht am Boden liege….
Lieber Helmut, das macht Freude,
wie ich Dir diese Anmut neide,
selten hab ich so gelacht,
und das ist, was uns glücklich macht.
Denn literweis gelachter Tränen,
muss man sich bestimmt nicht schämen,
was letztendlich wie geschmiert,
auch Muskel und die Fitness schürt. 10.07.2010
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Peinlichkeit
Meine Frau ist manchmal kleinlich,
sagt sie mir doch, ich sei peinlich,
und lässt mich grübelnd dann zurück,
doch ich kann reimen – welch ein Glück.
So arbeite ich sorgsam auf,
Kritik nehm ich, na klar, in Kauf,
und ich frag mich mit Bedacht:
Hab ich etwas falsch gemacht?
Nun gut, ich nahm das Telefon,
(das macht man hin und wieder schon),
und lud mich ein, ganz heimlich still,
… wenn man das so sehen will.
Doch heißt nicht Freundschaft, sich zu sehen?
Hin zu lieben Menschen gehen?!
Und wenn die liebste Freundin spricht:
Ich koch auch was… strahlt mein Gesicht.
Sie ahnt halt – das ist eine Tugend,
dass mein Dasein, meine Jugend,
auf Dauer sich nur halten kann,
setze ich genügend an.
So habe ich verdreht, gewunden,
letztendlich als Ok befunden,
und dann gesagt: Wir kommen gern.
Sie zu verprellen – läg mir fern.
Ich legte kaum den Hörer auf,
da nahm das Unheil seinen Lauf,
denn meine Frau, ließ sich nicht bitten,
und las mir kräftig die Leviten.
Dann – ich schwöre Stein auf Bein,
sperrt sie mich im Keller ein,
jeden Tag, ob gestern, heut,
und wartet drauf, ob Mann bereut.
Peinlich wär jedoch hingegen,
würd ich den Reim ins Netz nun geben,
Gott sei Dank tu ich das nicht,
oder doch? Vielleicht ist´s Pflicht.
Denn ich fühl mich nun inzwischen,
als Chronist, um aufzuwischen,
was links und rechts von mir passiert,
es wird berichtet und glossiert.
Sei´s vom Bock, oder von Liebe,
von Freundschaft, Frühling, ersten Trieben,
vom Erfolg, von Peinlichkeit,
alles hat halt seine Zeit.
Und ich werde Samstag sehen,
wie´s um meinen Ruf geschehen.
Da seht Ihr nun, was Euch so blüht,
wenn man sich oft mit mir umgibt. 13.04.2010
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Befehl
Liebes Forum – Geiß-beseelt,
Euer Wunsch sei mir Befehl,
und daher soll nun jeder Reim,
hier weiterhin verwurzelt sein.
Egal ob Sieg, ob Niederlagen,
Ihr müsst mich nicht erst lange fragen,
ob Ihr´s nun wollt, vielleicht auch nicht,
den Spielbericht gibt´s per Gedicht.
Da schreibe ich von offenen Türen,
von Dingen, die mich tief berühren,
von Freunden, die die Daumen drücken,
und mich im Fall des Siegs beglücken.
Und Wunden nach den Niederlagen,
leckt man gemeinsam, ohne Fragen,
denn Eines ist doch offenbar,
dafür sind gute Freunde da.
Geteiltes Leid, ist halbes Leid,
und wenn man sich gemeinsam freut,
dann potenziert sich das enorm,
Glücksgefühl, geballte Form.
Doch Reime ohne den Bezug,
zum FC – es gibt genug,
stell ich ab jetzt auf „henrys-reime“,
jedem Leser halt das seine.
Ich weiß es nicht, ich bin nicht ohne,
wie viel Reime in mir wohnen,
wahrscheinlich noch vieltausendfach,
der Speicher füllt sich, Tag und Nacht.
Du siehst an mir den Trichter nicht,
doch er ist da – im ersten Licht,
füllt er sich wie ein Magnet,
zieht er an, von früh bis spät.
Und notfalls gibt´s den Überlauf,
bei Überdruck schiebt der sich auf,
und per Reim baut er dann ab,
den Dampf, den es im Kessel gab.
Vielleicht ist es ja eine Sünde,
ungehörig, wie ich finde,
zu allem seinen Senf zu geben,
ist das so – so lasst mich leben.
Ich versuch´s, nett zu verpacken,
niemand bei der Ehr zu packen,
niemand dabei wehzutun,
ich bin halt ein verrücktes Huhn.
Seht das Reimen halt als Hobby,
bei Freunden find ich damit Lobby,
und habt Ihr wirklich Spaß daran,
so tu ich weiter, was ich kann. 11.04.2010
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