Salzig

Frau Hund, hier müsst Ihr es nun lesen,
ist ein arg verpeiltes Wesen.
Schnell, behände, wie der Blitz,
doch der Verstand… - oh Gott, ein Witz.

Süß, ein Blick zum Herzen schmelzen.
Ich muss in den Gedanken wälzen,
wann ich ihr je widerstand…
Niemals nicht – liegt auf der Hand.

Ich weiß, dass sie die Blicke übt…
(wer anders spricht, nun ja, der lügt),
zuhause vor dem Spiegelschrank,
stunden-, tage-, wochenlang.

Kaum haben wir das Haus verlassen,
versucht sie diesen Blick, den krassen,
bis sie sehr zufrieden nickt.
Bisher ist ihr das stets geglückt.

Doch eines wird sie niemals lernen.
Der Tag, er steht noch in den Sternen,
an dem sie diesen Unterschied,
erkennt, begreift – das alte Lied.

Am Meer, im schönen Land der Dänen,
(leider muss ich es erwähnen),
stillt sie ihren Durst mal gerne,
im Meer… - Erkenntnis liegt ihr ferne.

Ein Schrei, die Warnung, schon zu spät.
…ab diesem Punkte gilt Diät.
Was oben reingeht, so sieht´s aus,
will am anderen Ende raus.

Frauchen, sie verdreht die Augen,
muss natürlich stets dran glauben.
Legt – nun gut, so muss es sein,
wieder einmal Nachtschicht ein.

Der Freiheit ist Frau Hund beraubt,
denn wer an das Verständnis glaubt,
der ist nun mal auf falschem Pfade.
Selber schuld, Frau Hund, wie schade.

Statt Freiheit und Geschwindigkeit,
folgt nun jetzt erneut die Zeit,
an der du streng bei Fuße gehst.
Ich weiß, dass du das nicht verstehst.

Niemand gibt jetzt auf die Blicke,
die du sendest, tja, zum Glücke,
irgendwie und irgendwas.
Verdirbst dir leider selbst den Spaß.

Wenn du demnächst Zuhause bist,
dort wo kein Meer, nur Weiher ist,
dort versuch´s vielleicht noch mal.
Frauchen hat die Macht – welch Qual.  10.01.18
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Die Kappe

Heute darf ich später ran,
da ich mit entscheiden kann,
in Kölle, im Gericht am Rhein,
in Arbeitssachen - so soll's sein.

Dieserhalb und desterwegen,
kam es mir heut Früh gelegen,
samt Frau Hund die Tour zu gehn...
Ob sie wollte? - Man wird sehn.

Sie schaut aufs Bett, Frau General,
der Grad auf dem sie geht ist schmal.
So macht Frau Hund es sich bequem:
"Ich und gehen? - Nicht mit dem."

Ich hab's versucht mit guten Worten,
sprach vom Schnüffeln, netten Orten.
Vom morgens früh "Die-Zeitung-lesen",
da ging sie mit - so ist's gewesen.

Wir gingen fröhlich, Schluss und Klappe,
doch dann kam das Problem der Kappe,
die mitten auf dem Gehweg lag.
Welch ein Problem am frühen Tag.

Schwarz und boshaft dort gelegen,
unfähig, sich zu bewegen.
Doch Frau Hund beim ersten Licht,
klemmt den Stätz - ...man weiß ja nicht.

Was wäre - und das wäre Life,
falls das Ding den Hund sich greift.
Was wäre, wenn ein solches Teil,
Zähne hätte - allerweil.

Falls es plötzlich sich entfaltet?
Vorsichtsregeln sind veraltet.
Wenn's Frau Hund, sofern's gelingt,
plötzlich an den Schlickes springt.

Sich dort festkeilt und dort klammert?
Oh, mein Gott, das wäre Jammer.
Das arme Tier - so sieht das aus,
käme niemals mehr nach Haus.

Ich hab Frau Hund, ganz ungelogen,
gezerrt, versucht und auch gezogen.
Der Hals, er wurde lang und länger,
Entscheidungsweg hingegen enger.

Wir hatten grad erst angefangen.
So sind wir dann zurückgegangen.
Meine Frau, sie schaut und spricht.
<<Lieber Mann, erzähl das nicht.>>

Doch ich hab Zeit - so sind Chronisten.
Heute nicht Tabellen, Listen,
sondern früh am Tag der Reim.
Grämt Euch nicht - so soll es sein.    01.08.2017
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